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kuhfladis nature

Heizwert einmal anders ...

Es sind oftmals ergreifende Geschichten, die einem vom harten Leben auf der Alm zugetragen werden. So wie jene von den jungen Buben, die im Sommer bei der schweren Arbeit helfen mußten. Oft genug für ein Brot und Kleidung. Es war auch nicht vor Jahrhunderten, sondern noch weit nach den Weltkriegsjahren, dass ebendiese Burschen keine Schuhe hatten und barfuß die Kühe auf den Almweiden hüteten. Gerade an kühlen Tagen war da ein frischer Kuhfladen eine wahrlich willkommene Wohltat für die ausgefrorenen Füße und abseits des Hüttenfeuers die einzige Möglichkeit, sich die Füße aufzuwärmen - indem man einfach hineinsteigt.

von den Bergmähdern in die Designer-Stube ...

Egal, ob draußen in seiner natürlichen Umgebung oder wie hier veredelt und für die Ewigkeit haltbar gemacht, der gemeine Fladen entfaltet immer eine besondere Symbolkraft. Er steht für die vergänglichen Schönheiten der Natur, für Fruchtbarkeit, für Leben und Sterben. Der Fladen, er ist zweifellos integraler und wichtiger Bestandteil unserer alpenländischen Almwirtschaft, ist von eben solch vergänglicher Schönheit. Und - man kann es einfach nicht anders sagen - es gibt kaum ein anderes Ding da draußen auf dem Felde, das so allgegenwärtig und doch so wenig beachtet wird.

 

Wer einmal innehält auf der Alm und seinen Blick über die herbe Grasnabe schweifen läßt, hat gute Chancen, ein solches Unikat - wahrscheinlich aber viel mehr als einen - zu erblicken. Je nach Reifegrad wird man in und auf ihm eine brodelnde Biodiversität erblicken oder auch nicht. Man wird über Form, Farbe und Verwitterungsgrad sinnieren können und sich fragen, wie lange es wohl dauern wird, bis er wieder unsichtbar mit seiner Umgebung verschmolzen ist. Man wird vielleicht über die eigenen Lebensumstände nachdenken, über die Hektik unserer urbanen Gesellschaft und sich - wenn man nicht gerade mitten drinnen steht - in romantisch-verklärten Träumereien hoch oben auf der Alm verlieren.

 

Genau dieses Bild will der Küh-nstler dem Betrachter vermitteln, um ihn in die alpine Natur zu führen und für die raue Schönheit der nur rudimentär kultivierten Bergmähder zu sensibilisieren.

 

So steht der Fladen zum einen als essentielles Symbol für diese besondere Kulturlandschaft und als letztes Modul im Produktionsprozess landwirtschaftlicher Wertschöpfung. Gleichzeitig ist er Symbol für die Fruchtbarkeit der Krume dieser kargen Berglandschaften, aber auch ein Zeichen für die Vergänglichkeit der Dinge. Irgendwann einmal wird er wieder mit der Natur verschmelzen und in deren Fruchtbarkeit aufgehen.