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kuh karo

kuhfladis karo

rot-weiß-rot zur Knickerbocker ...

Die Arbeits-Wohn-Schlafstube der Almhütte hoch oben am Berg war wohlig warm. Das Feuer im Ofen knisterte und es lag dieser urtypische Geruch in der Nase, diese wilde Mischung aus verbrennendem Holz und dem Geruch des Stalles nebenan, etwas Modriges auch, vielleicht auch Eisen und Rost von  Gerätschaften im Regal, eine Note Rum und der dampfende Tee, etwas Brot und am intensivsten der Brocken Speck, der in der Mitte des Tisches auf der sauberen rot-weiß-roten Karo-Tischdecke lag. Nachmittag, Wolken hingen unterhalb der Alm am Hang und ließen uns die Alm als Insel im Nirgendwo wahrnehmen. Jausenzeit nach einem anstrengenden Almtag.

 

Die Almerer, allesamt in diesen herzhaften Hemden in rot-weiß-rotem Karo, die Ärmel noch hochgekrempelt für die Arbeit, wetzten ihre Knickerbocker auf den Bänken und säbelten voll des Hungers dicke Scheiben vom frischen Bauernbrotlaib. Der Senf-Tiegel ging die Runde und mit schepperndem Getose klatschte der Senf vom Löffel auf die Schneidbretter. Der fein geräucherte Speck wurde - kaum am Brett - hastig zwischen die Zähne geschoben. Hunger! Durch die kleinen Fenster mit ihren rot-weiß-roten Vorhängen fielen einzelne Sonnenstrahlen und verloren sich im Schleier aus Rauch und Wasserdampf.